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Supplementary Material for: Immunmodulation bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung: Aktuelle Konzepte und zukünftige Strategien

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posted on 24.02.2020, 08:10 by van Eeden S.F., Hogg J.C
Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (chronic obstructive pulmonary disease, COPD) wird durch das langjährige aktive oder passive Einatmen schädlicher Partikel und Gase (vor allem, aber nicht nur, Zigarettenrauch) verursacht, wodurch es zu einer anhaltenden angeborenen und adaptiven Immunantwort in der Lunge kommt. Diese Immunantwort ist mit einer Störung der Gewebereparatur- und Remodelingprozesse verbunden und führt zu einer chronischen Entzündung mit übermäßiger Schleimproduktion in den zentralen Atemwegen und zu einer dauerhaften Zerstörung der kleinen Atemwege sowie der Gasaustausch-Oberfläche in der peripheren Lunge. Derzeit bestehen die Hauptziele der Behandlung bei COPD in einer Bronchodilatation zur Symptomkontrolle (durch inhalative kurz und lang wirksame β-Agonisten- und antimuskarinische Wirkstoffe) sowie in der Gabe unspezifischer breit wirksamer Entzündungshemmer (wie inhalative und orale Kortikosteroide, Phosphordiesterase-Hemmer und Makrolide). Diese bewirken eine symptomatische Linderung, haben jedoch, wenn überhaupt, nur einen sehr geringen Einfluss auf das Fortschreiten der Erkrankung oder die Mortalität. Mit zunehmendem Verständnis der Immunpathogenese der COPD wurden Immunmodulationstherapien verfügbar, die in der Lage sind, schädliche Immunmechanismen zu verändern oder zu stören, wodurch das unaufhaltsame Fortschreiten der Lungengewebezerstörung verlangsamt wird. In der vorliegenden kurzen Übersichtsarbeit sollen das aktuelle Wissen über die Immunpathogenese sowohl der Atemwegs- als auch der Parenchymschädigung sowie die gestörten Gewebereparaturprozesse erörtert werden, und es werden immunmodulierende Interventionen vorgeschlagen, die versuchen, die pathologischen Veränderungen zu stabilisieren oder in ihren Normalzustand zurückzuversetzen. Ziel der Immunmodulationstherapie ist es letztendlich, die mit der COPD verbundene Morbidität und Mortalität zu senken.

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